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Mobiler IRL-Streamer überträgt das Kamerabild über einen lokalen Netzwerkrouter an einen Laptop mit OBS

Inhalt der Anleitung

NDI verbindet Videoquellen über IP

NDI steht für Network Device Interface. Der Standard transportiert Video, Audio und Metadaten zwischen kompatiblen Geräten und Programmen über ein IP-Netzwerk. Eine Kamera, ein Smartphone oder ein zweiter Rechner kann dadurch ohne klassische Capture-Verbindung als Quelle in einer Produktion erscheinen.

Im typischen IRL-Aufbau ersetzt NDI nicht den robusten Mobilfunkweg zum Relay-Server. Es eignet sich vor allem für die kurze Strecke innerhalb eines kontrollierten LANs oder WLANs.

Typischer Weg: mobile Kamera oder Smartphone → lokales LAN/WLAN per NDI → OBS-Rechner → SRT, SRTLA oder RTMPS → Plattform.

2. NDI High Bandwidth und NDI HX

NDI-Formate praktisch eingeordnet
VarianteStärkeWichtiger Hinweis
NDI High Bandwidthsehr geringe Verzögerung und hohe Bildqualitäthoher Netzwerkbedarf; möglichst kabelgebundenes Gigabit-LAN verwenden
NDI HXstärkere Kompression und geringerer BandbreitenbedarfKodierung und Dekodierung benötigen Rechenleistung und können die Verzögerung erhöhen
NDI BridgeNDI-Netze oder Quellen über größere Entfernungen verbindenzusätzliche Einrichtung, Absicherung und stabile Gegenstelle erforderlich

Die offiziellen NDI-Unterlagen nennen bei NDI High Bandwidth für 1080p60 Größenordnungen von mehr als 100 Mbit/s pro Stream. NDI HX nutzt je nach Variante H.264 oder H.265 und reduziert den Bedarf deutlich. Die tatsächliche Last hängt von Auflösung, Bildrate, Format und Inhalt ab.

Nicht mit „wenig Daten“ verwechseln: Auch NDI HX kann für einen einzelnen mobilen Uplink erheblich sein. Vor dem Einsatz immer im realen Netzwerk messen.

3. Wo NDI beim IRL-Streaming sinnvoll ist

Für einen Stream aus wechselnden Mobilfunkzellen zu einem entfernten Server sind SRT oder SRTLA meistens geeigneter. Diese Wege sind auf schwankende öffentliche Netze, Pufferung und Wiederholungen verlorener Pakete ausgelegt.

4. NDI mit OBS Studio verwenden

  1. Alle beteiligten Geräte möglichst per Gigabit-Ethernet oder über ein leistungsfähiges, kontrolliertes WLAN verbinden.
  2. Auf dem sendenden Gerät eine NDI-fähige Kamera-App, Software oder Hardwareausgabe aktivieren.
  3. Für OBS eine aktuelle, zur installierten OBS- und NDI-Version passende NDI-Integration verwenden. Das frühere OBS-NDI-Projekt heißt inzwischen DistroAV.
  4. OBS vollständig schließen, die passende DistroAV-Version nach offizieller Anleitung installieren und OBS neu starten.
  5. In OBS eine NDI-Quelle hinzufügen und die gewünschte Quelle auswählen.
  6. Bild, Ton, Synchronität und Ausfallsituation mindestens mehrere Minuten testen.
Versionshinweis: Alte OBS-NDI- und neue DistroAV-Installationen nicht parallel betreiben. Anforderungen an OBS und NDI Runtime können sich ändern; deshalb vor dem Download immer die aktuellen Release-Hinweise lesen.

5. NDI, SRT, SRTLA und RTMP vergleichen

Welcher Weg passt zu welcher Strecke?
WegTypischer EinsatzIRL-Einordnung
NDIVideo im lokalen Produktionsnetzgut für die interne Strecke zur Regie oder zu OBS
SRTzuverlässiger Transport über einen Internetweggut für schwankende Verbindungen mit passendem Puffer
SRTLASRT-basierter Transport über mehrere Verbindungenstarker mobiler Uplink mit Redundanz
RTMP/RTMPSEncoder oder OBS zur Plattformweit verbreitet; RTMPS verschlüsselt die Verbindung
RISTprofessionelle IP- und Broadcast-Übertragungim Consumer-IRL-Bereich weniger verbreitet

6. Netzwerk, Sicherheit und Datenschutz

Die NDI-Dokumentation und DistroAV werden auf dieser Seite nur verlinkt und nicht automatisch eingebettet. Beim bloßen Lesen der Anleitung entsteht deshalb keine Verbindung zu diesen externen Angeboten.

Einrichtungsservice & Beratung

Wenn du NDI in einen vorhandenen OBS- oder IRL-Workflow einordnen möchtest, kannst du dich im IRL4YOU-Discord melden.