Zusätzliche Telefone werden zu weiteren Uplinks
pocketBond ist keine eigenständige Streaming-App. Die App ergänzt pocketSRT und bringt die Mobilfunkverbindung weiterer Android-Telefone als zusätzliche SRTLA-Pfade in den Stream ein.
Ein gemeinsames WLAN dient der automatischen Erkennung per mDNS. Die eigentlichen weitergeleiteten Stream-Pakete laufen laut Projektbeschreibung über die Mobilfunkverbindung des jeweiligen Zusatzgeräts.
1. Wie pocketBond arbeitet
- pocketSRT läuft auf dem Hauptgerät und erzeugt die SRTLA-Verbindung.
- pocketBond läuft auf einem oder mehreren zusätzlichen Android-Telefonen.
- Alle Geräte befinden sich zur Erkennung im selben WLAN.
- Jedes Zusatzgerät leitet Pakete über seine eigene Mobilfunkverbindung weiter.
- pocketSRT zeigt Status und Bandbreite der erkannten Pfade an.
| Verbindung | Aufgabe |
|---|---|
| Gemeinsames WLAN | Die Geräte finden sich per mDNS und verbinden sich lokal |
| Mobilfunk des Helfer-Telefons | Leitet Stream-Pakete als zusätzlichen SRTLA-Pfad weiter (laut Projektbeschreibung) |
2. Voraussetzungen
- pocketSRT auf dem Hauptgerät mit aktiviertem SRTLA- und Helper-Modus
- Android 8 oder neuer auf jedem Zusatztelefon
- eine aktive mobile Datenverbindung pro Helfer-Telefon
- ein gemeinsames WLAN für die automatische Geräteerkennung
- ausreichende Stromversorgung und Kühlung für alle Geräte
3. pocketBond einrichten
- In pocketSRT SRTLA wählen und den pocketBond-Helper aktivieren.
- Dort ein eigenes, nicht öffentliches Kennwort festlegen.
- pocketBond aus den offiziellen GitHub-Releases auf dem Zusatzgerät installieren.
- Dasselbe Kennwort eintragen und beide Geräte mit demselben WLAN verbinden.
- Den erkannten Pfad im Bonding-Dashboard prüfen und erst dann den Stream starten.
Das Projekt nennt theoretisch viele Helfergeräte; praktisch sind zwei oder drei zusätzliche Telefone deutlich leichter hinsichtlich Wärme, Strom, Funknetzen und Bedienung zu kontrollieren.
4. Sinnvoller Praxistest
- Mit genau einem Zusatztelefon beginnen.
- Datenverbrauch und Bandbreite je Pfad kontrollieren.
- Mobilfunk auf dem Helfergerät gezielt trennen und wieder aktivieren.
- Prüfen, ob Bild und Ton während Ausfall und Rückkehr stabil bleiben.
- Danach erst weitere Geräte ergänzen und einen längeren Testlauf durchführen.
5. Sicherheit und Datenschutz
pocketBond ist quelloffen und verwendet laut Projekt native Android-Schnittstellen für Netzwerkbindung, Erkennung und UDP-Weiterleitung. Trotzdem gehören Kennwort, Gerätezugriff und Netzwerkkonfiguration geschützt.
- APK ausschließlich aus dem offiziellen Repository laden.
- für den Helper ein eigenes Kennwort verwenden
- das Erkennungs-WLAN nicht unkontrolliert öffentlich betreiben
- Gerätenamen, IP-Adressen und Logs vor öffentlichem Teilen prüfen
6. Häufige Fragen
Funktioniert pocketBond ohne pocketSRT?
Nein. pocketBond ist eine Begleit-App und braucht pocketSRT auf dem Hauptgerät. Ohne pocketSRT gibt es nichts, was pocketBond ergänzen könnte.
Braucht jedes Zusatzgerät einen eigenen Datentarif?
Ja. Nur mit einer eigenen aktiven Mobilfunkverbindung bringt das zusätzliche Telefon einen unabhängigen Uplink.
Läuft alles über WLAN?
Nein. Das WLAN brauchen die Geräte nur, um sich zu finden und lokal zu verbinden. Der zusätzliche Uplink soll über den Mobilfunk des Helfer-Telefons laufen.
Wie viele Helfer-Telefone soll ich nehmen?
Das Projekt nennt theoretisch viele Helfergeräte. Mit zwei oder drei zusätzlichen Telefonen hast du Wärme, Strom, Funknetze und Bedienung aber noch gut im Griff. Fang mit einem an.
Woher bekomme ich die APK?
Lade pocketBond nur aus den offiziellen GitHub-Releases des Projekts (Link oben im Überblick). Schau vor der Installation nach dem aktuellen Stand.